I.

Die Stiftung "Laudate, Cantate" wurde im Jahre 2000 errichtet mit dem speziellen Ziel, sämtliche Kantaten von Johann Sebastian Bach in Gottesdiensten in der Stadtkirche von Unser Lieben Frauen in Bremen aufzuführen (bislang 126 Bachkantaten). Die Kantatengottesdienste finden jeweils am zweiten Sonntag jeden Monats statt, ausgenommen die Adventszeit und die Fastenzeit; sie werden in der Regel an dem Sonntag des Kirchenjahres aufgeführt, für den sie komponiert wurden.

 

Die Gottesdienstkantaten in der Kirche Unser Lieben Frauen werden von deren Kantor im Rahmen seines kirchlichen Amtes geleitet. Die Gemeinde und die Stiftung teilen sich die Kosten der (professionellen) Bläser. Das Streichorchester "Laudate, Cantate" spielt ehrenamtlich mit Ausnahme der Konzertmeister, die ebenso wie die professionellen Gesangssolisten von der Stiftung honoriert werden. Die Stiftung deckt den dafür entstehenden Aufwand durch Einzelspenden und die Konzerterlöse aus Benefizkonzerten zugunsten des Kantatenprojekts.

 

Im Jahr 2012 erweiterte die Stiftung mit Genehmigung der Aufsichtsbehörden ihren Zweck auf die Förderung der Musik in der Gröpelinger Emmaus-Kirche und benachbarten Kirchengemeinden.

 

In Gröpelingen arbeitet die Stiftung für ihr Projekt "Gröpelinger Barock" mit dem dortigen Diakonissenmutterhaus zusammen. Dessen Träger, der eingetragene Verein "Evangelisches Diakonissenmutterhaus e.V.", betreibt eine Altenpflegeeinrichtung und ist Sitz der Diakonie-Schwesternschaft Bremen. Mit der Errichtung altersgerechter Wohnungen, die zu erschwinglichen Preisen vermietet werden, trägt er auch zur allgemeinen sozialen Versorgung im Bremer Westen bei.

II.

Die Konzertreihe "Gröpelinger Barock" begann im Jahr 2012 mit drei "Pilotkonzerten", die von den ausführenden Künstlern durch weitgehenden Honorarverzicht ermöglicht wurden. Das Echo und die Hörerzahlen ermutigten zur Fortsetzung und zum Ausbau. In den Jahren 2013 bis 2015 fanden jeweils acht Konzerte statt, die überwiegend mit auswärtigen, aber auch einzelnen bremischen, international tätigen Musikern den Qualitätsanspruch und die Attraktivität der Reihe etablierten.

 

Die Konzerte finden am letzten Sonntag jedes Monats zwischen Ostern und Advent statt. Sie beginnen jeweils um 16 Uhr; der Eintritt ist frei.

 

Die akustischen Qualitäten der Emmaus-Kirche – lebendiges Zeugnis des Wirkens des Bremer Architekten Eberhard Gildemeister – haben sich als Anziehungspunkt für kleinere Musikensembles erwiesen. Das gilt nicht nur für Aufführungen, sondern auch für CD-Produktionen.

 

Für die kommende Saison 2016 hat die Stiftung ein hochkarätiges Programm gesichert (www.groepelbarock.de).

III.

Die Künstlerhonorare der Gröpelinger Konzerte werden gegenwärtig zu einem Viertel durch feste Spendenzusagen, im übrigen durch Einzelspenden und die Sammlung am Ende der Konzerte gedeckt. Die Stiftung trägt die Kosten der künstlerischen Leitung, Werbung etc. (ca. € 3.500 p.a.) aus ihren Kapitalerträgen. Die Schwesternschaft des Mutterhauses stellt die Emmaus-Kirche als Konzertraum zur Verfügung und versorgt die Künstler und das Publikum mit Speisen und Getränken.